Am diesjährigen Humboldttag der Alexander-von-Humboldt-Realschule Bayreuth, am 2. Oktober, begaben sich die Schülerinnen und Schüler der 5. Klassen auf eine spannende Entdeckungsreise im Sinne ihres berühmten Namensgebers. Den feierlichen Auftakt gestaltete Herr Koschyk vom Fränkischen Humboldt-Kulturforum, der den Kindern in einem lebendigen geschichtlichen Rückblick Humboldts Leben und seine großen Forschungsreisen näherbrachte. Als besonderes Highlight brachte er eigens gebackene „Humboldt-Labla“ mit – ein duftendes Brötchen, das bei allen großen Anklang fand.
Trotz des zunächst kalten und nebligen Morgens starteten die Forscherteams motiviert in ihre Expeditionen. An verschiedenen Stationen in der Umgebung erforschten sie die Natur wie einst Alexander von Humboldt selbst: Sie suchten „Diamanten“ im Sand, untersuchten Wasser und Boden und erlebten die Umwelt mit allen Sinnen. Bald brach die Sonne durch den Nebel, und ein wunderschöner Herbsttag begleitete die jungen Entdecker auf ihrem Weg.
Am Ende des Tages blickten alle auf zahlreiche neue Eindrücke, spannende Erkenntnisse und ein zusammengewachsenes Team zurück – ganz im Sinne Humboldts, der einst sagte:
„Die gefährlichste aller Weltanschauungen ist die Weltanschauung der Leute, welche die Welt nicht angeschaut haben.“
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Am Dienstag, den 30. September 2025, unternahmen die 10. Klassen der Alexander-von-Humboldt-Realschule Bayreuth einen gemeinsamen Ausflug zum Deutsch-Deutschen Museum in Mödlareuth. Ziel war es, die Geschichte der deutschen Teilung und ihre konkreten Auswirkungen anschaulich zu erleben. Nach der Ankunft am Museum wurden die Schülerinnen und Schüler von Mitarbeitern des Hauses herzlich begrüßt. In einer kurzen Einführung erfuhren sie, warum das Dorf Mödlareuth früher den Beinamen „Little Berlin“ trug: Die innerdeutsche Grenze verlief mitten durch den Ort und trennte Familien, Nachbarn und Freunde jahrzehntelang voneinander.
Im Anschluss sahen die Klassen den Film „Alltag an der Grenze“, der eindrucksvoll darstellte, wie sich das Leben im geteilten Dorf gestaltete. Besonders bewegend war für viele Schülerinnen und Schüler die Darstellung, wie die Grenzanlagen den Alltag der Menschen bestimmten und wie sehr das Dorf unter der Teilung litt. Danach folgte ein ausführlicher Rundgang durch das Freigelände des Museums. Dabei konnten die Jugendlichen originale Grenzanlagen besichtigen, darunter einen Wachturm, Mauerabschnitte und Sperranlagen. Die authentische Umgebung vermittelte einen realistischen Eindruck davon, wie massiv und einschüchternd die Grenze gesichert war. Viele waren überrascht, wie groß der technische und personelle Aufwand war, um Menschen an einer Flucht zu hindern.
Zum Abschluss des Besuchs fand eine kurze Reflexionsrunde statt. Die Schülerinnen und Schüler hatten Gelegenheit, ihre Eindrücke zu schildern und Fragen zu stellen. Dabei wurde deutlich, dass die Auseinandersetzung mit der deutsch-deutschen Teilung nicht nur historisch bedeutsam ist, sondern auch Denkanstöße für heutige Themen wie Freiheit, Grenzen und Demokratie gibt. Der Ausflug nach Mödlareuth war für alle Beteiligten eine prägende Erfahrung. Durch die Mischung aus Film, Rundgang und Diskussion wurde die Geschichte der deutschen Teilung lebendig und greifbar. Viele Schülerinnen und Schüler nahmen aus dem Tag nicht nur neue historische Kenntnisse mit, sondern auch ein tieferes Verständnis für den Wert von Freiheit und Zusammenhalt.
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„Alexander-Humboldt-Realschule und FabLab-Bayreuth e. V. starten strategische Partnerschaft zur MINT-Förderung Technik zum Anfassen: Kooperation bringt Informatik und Ingenieursdenken direkt ins Klassenzimmer“
Bayreuth, September 2025 – Die Alexander-Humboldt-Realschule Bayreuth und das FabLab-Bayreuth e. V. – die offene Hightechwerkstatt Oberfrankens – haben eine strategische Zusammenarbeit vereinbart, um Schülerinnen und Schüler praxisnah für die Themenbereiche Informatik, Technik und digitale Zukunftstechnologien zu begeistern. Ziel der Partnerschaft ist es, theoretisches Wissen mit kreativen, praktischen Anwendungen zu verknüpfen und frühzeitig Interesse an Berufen und Studiengängen im MINT-Bereich zu wecken.
„Die Digitalisierung verändert nicht nur die Arbeitswelt, sondern auch das Lernen selbst“, betont Alexander Frey, Schulleiter der Alexander-Humboldt-Realschule. „Mit dem FabLab haben wir einen innovativen Partner an unserer Seite, mit dem wir unseren Unterricht in den Bereichen Informatik und Technik noch lebensnäher und zukunftsorientierter gestalten können. Mein Dank geht auch an mein Team und meine Vorgängerin Heike Gürtler, die die Kooperation mit auf den Weg gebracht haben.“
Das FabLab-Bayreuth e. V. bringt als offene Hightech-Werkstatt moderne Technologien wie 3D-Druck, Lasercutting, Mikrocontroller-Programmierung und Robotik in die Bildungsarbeit ein. Gemeinsam mit der Alexander-Humboldt-Realschule werden ab sofort Workshops, Projektwochen und Arbeitsgemeinschaften entwickelt, die Schüler:innen dazu einladen, selbst zu programmieren, zu konstruieren und zu tüfteln.
„Wir wollen junge Menschen für Technik begeistern – nicht nur als Konsumenten, sondern als aktive Gestalter der digitalen Welt“, sagt Yomettin Soybaba, Vorsitzender des FabLab-Bayreuth. „Die Partnerschaft mit der Schule ist für uns ein wichtiger Schritt, um unsere Bildungsangebote nachhaltig in der Region zu verankern.“
Geplant sind u. a. gemeinsame Unterrichtsprojekte mit Mikrocontrollern, der Einsatz von CAD-Software im Technikunterricht, sowie Lehrerfortbildungen zu digitalen Werkzeugen. Die Schüler:innen erhalten zudem die Möglichkeit, das FabLab in Bayreuth für eigene Projekte zu nutzen – von der Idee bis zum Prototyp.
Die Kurse werden von Studierenden des Staatsinstituts für die Ausbildung von Fachlehrern geleitet. Für sie bietet dieses Engagement eine wertvolle Gelegenheit, praktische Erfahrungen im schulischen Alltag zu sammeln und ihre Ausbildung im MINT-Bereich praxisnah zu vertiefen.
Mit der Kooperation leisten beide Partner einen wichtigen Beitrag zur Förderung von Zukunftskompetenzen in der Region und zeigen, wie Schule und außerschulische Lernorte gemeinsam innovative Bildungswege beschreiten können.
Bayreuth, 19.09.2025
Yomettin Soybaba
Vorsitzender FabLab-Bayreuth e. V.

An der Alexander von Humboldt – Realschule Bayreuth wurde zum Schuljahresbeginn 2025/26 ein Wechsel in der Schulleitung vollzogen: die bisherige Rektorin Heike Gürtler wechselte auf eigenen Wunsch als Konrektorin an die Johannes Kepler – Realschule in Bayreuth. Neuer Rektor der Alexander von Humboldt – Realschule in Bayreuth wurde Alexander Frey, bislang Konrektor an der Markgraf Friedrich – Realschule in Rehau. Nachdem der Vorsitzende des Alexander von Humboldt – Kulturforums Franken e. V. , Hartmut Koschyk, der bisherigen Rektorin der Alexander von Humboldt – Realschule in Bayreuth bei der Absolventen – Verabschiedung im Juli mit einem Buchgeschenk für die gute Zusammenarbeit gedankt hatte, stattete Koschyk nun dem neuen Rektor einen Antrittsbesuch ab.
Rektor Alexander Frey war über die bisherigen Kooperationsprojekte zwischen dem Kulturforum und der Humboldt-Realschule bestens informiert und dankte Koschyk für das langjährige Engagement zugunsten der Schule. Für ihn, so Rektor Frey, gehöre Leben und Wirken Alexander von Humboldts zur Identität der Humboldt – Realschule, insbesondere auch die „fränkischen Jahre“. Er sei davon überzeugt, dass es für die Persönlichkeitsentwicklung der Schülerinnen und Schüler wichtig sei, sich mit den Kernbotschaften Humboldts in der Schulzeit an der Realschule intensiv zu befassen: lebenslanges Lernen, fächerübergreifendes Denken, Bildungsneugier und Entdeckerfreude sowie eine wertegeleitete und humanistische Lebenseinstellung. Kulturforumsvorsitzender Hartmut Koschyk sagte Rektor Frey zu, das Engagement für die Humboldt-Realschule fortzusetzen und auch für neue Kooperationsprojekte offen zu sein. Bereits am 2. Oktober findet ein „Humboldt-Tag“ für die 5. Klassen der Alexander von Humboldt Realschule in Zusammenarbeit mit dem Alexander von Humboldt – Kulturforum statt, um die neuen Schülerinnen und Schüler in spielerischer Weise an den großen Universalgelehrten heranzuführen.
Koschyk überreichte dem neuen Rektor ein „Humboldt-Bücherpaket“. An dem Austausch nahm auch Konrektorin Stefanie Bode teil, die bereits intensiv mit dem Humboldt-Kulturforum zusammenarbeitet.
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